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Geschichte des BOSS-Verlags

Der Klever BOSS-Verlag wurde 1872 von Winfried Romen gegründet, zunächst las Zeitungsverlag, um der katholischen Bevölkerung eine Stimme im Kulturkampf zu geben. Romen, als Herausgeber des meinungsfreudigen "Clevischen Volksfreundes", stand in den ersten vier Monaten des Bestehens 40 mal vor Gericht. Er wurde zwar jedes Mal freigesprochen, war dem Druck aber auf Dauer nicht gewachsen. Er übergab die Schriftleitung an Friedrich Boss, der zuvor Lehrer an der katholischen Armenschule war, und verkaufte ihm 1875 das Unternehmen. Romen starb kurze Zeit später erst 33-jährig. Jedoch war auch Friedrich Boss von schwacher Gesundheit und starb 1884 im Alter von 44 Jahren.
Seine Witwe Anna Gertruda war 1838 als Tochter des auf dem Großen Markt in Kleve ansässigen Bäckers Theodor van de Sand geboren worden. Nach ihrer Hochzeit mit dem Emmericher Friedrich Boss bekam sie zehn Kinder, von denen jedoch fünf schon sehr früh starben. Gertrud Boss hatte in den langen Jahren der Krankheit ihres Mannes trotz ihrer Aufgaben als Mutter und Hausfrau energisch und resolut zunehmend Einfluss auf die Geschäftsführung genommen und sah sich daher in der Lage, den Betrieb ihres Mannes weiterzuführen. Schon seit den letzten Lebensjahren ihres Mannes gab der Verlag auch Bücher heraus. Fast ein Jahrhundert blieb der Verlag die erste Adresse, wenn es um die Veröffentlichung regionaler Literatur ging. Am 1. September 2015 wurde der BOSS-Verlag vomDuisburger Verlagshaus Wohlfarth übernommen, zu dem auch der Mercator-Verlag gehörte, der schon seit über 60 Jahren erfolgreich regionale Titel für den Niederrhein veröffentlicht.

Seit dem 15. November 2016 sind der BOSS-Verlag und der Mercator-Verlag unabhängig.